The Floating World - das Burning Man Festival 2002

von Kerstin Niemann, 28.01.03
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Betörendes Rauschen durch sämtliche Zonen Deiner Wahrnehmungskräfte. Schon der erste Tag mitten in der Wüste Nevadas in einem 400 Quadratmeilen großen, ausgetrockneten Salzflussbett muss gut vorbereitet sein, denn er kann darüber entscheiden, ob man die darauffolgenden Tage in der Wüste überlebt. "You Voluntarily Assume The Risk Of Serious Injury Or Death By Attending" lautet der erste Satz auf der Einlasskarte der Veranstaltung. Generell empfehle ich jedem, der zum ersten Mal an dem Burning Man-Festival teilnehmen möchte, den "First Timers Guide" auf der festivaleigenen Homepage aufmerksam zu lesen.

Seit nun 18 Jahren treffen sich sogenannte "Burner" und Sympathisanten oder solche, die es unbedingt werden wollen, zum einwöchigen Zelebrieren des Burning Man. Das Mega-Event für extreme Kunst-, Musik- und Naturerlebnisse gründet auf der Überwindung einer verloren gegangenen Liebe des Festivalgründers Larry Harvey. Nachdem er von seiner Freundin verlassen wurde, beschloss Harvey, eine Trauerfeier zu veranstalten. Sinn und Zweck dieser Andacht war es, den Teil in ihm zu verbrennen, der immer noch seine Ex-Freundin liebte. Die Aktion war spontan: Harvey versammelte seine Freunde am Strand von San Francisco und verbrannte eine menschenähnliche Holzfigur, um den Verlust seiner Liebe zu feiern. Der Burning Man wird seitdem jährlich zelebriert und wurde aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahlen vor einigen Jahren in die Wüste Nevadas verlegt.

@Burning Man

Das Ereignis Burning Man zu beschreiben ist schwer. Hier versammelt sich eine Vielzahl von Menschen, die eine Woche lang unter extremen klimatischen Bedingungen eine eigene Stadt errichten, in der sie gemeinschaftlich leben. Der Großteil der Teilnehmer stammt aus den Vereinigten Staaten, aber ca. 15 % kommen aus anderen Teilen dieser Erde angereist. Abgesehen von der Eintrittskarte (die Preise liegen zwischen 100 und 200 $, abhängig vom Zeitpunkt des Erwerbs), koffeinhaltigen Getränken und Eis zum Kühlen von Nahrungsmitteln und Getränken kann nichts geldlich erworben werden. Jeder muss sich selbst versorgen und ausreichend Nahrung und Getränke, vor allem Trinkwasser, mitbringen. Sollte dennoch etwas zum Verzehren oder Trinken fehlen, hat meine Erfahrung gezeigt, dass die Menschen auf diesem Festival gerne bereit sind, ihr Hab und Gut zu teilen oder zumindest zu tauschen. Die Unterkünfte in dieser Wüstenkultur sind spartanisch. Die meisten schlafen und leben in selbst errichteten Zeltburgen, unter Fallschirmtempeln oder anderen sonnenabweisenden Konstruktionen und geben sich mit Plastikplumpsklos und Naturduschen zufrieden Die luxuriöse und kostspieligere Variante der Behausung ist der RV (recreation vehicle, entspricht dem deutschen Wohnmobil), des Nordamerikaners beliebteste mobile Behausung mit integrierter Dusche und Spültoilette. Die Black Rock City (BRC), so wird die während des Festivals gewachsene Stadt aus Zeltburgen in der Wüste genannt, entsteht durch die Zusammenarbeit aller Teilnehmer.

Burning Man kann als Plattform genutzt werden, um mit fremden Menschen, unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrem Aussehen, Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung, zu kommunizieren. Das Aufeinanderprallen differentester Kulturkreise ist Grundlage dafür, dass für unterschiedlichste Bedürfnisse Entfaltungsräume - zum Beispiel Räume für Musik, Kunst, Umweltschutz, Menschenrechte, Gesundheit und Sport - entstehen. Eine Vielzahl der Teilnehmer organisiert sich in sogenannten Theme Camps auf dem Festivalgelände, die sich jeweils einem bestimmten Motto verschrieben haben. Vom Alien Love Nest über Reno Philosophants bis zum White Trash Camp sind alle erdenklichen Themen vorzufinden. Mit der Ausrichtung von Events wie Parties, Wettbewerben, Ausstellungen und Vorträgen sowie der Dekoration ihrer Zelte und Schattenplätze unterstreichen die Theme Camps ihr selbstgewähltes Motto. So wurden beispielsweise im Earth Guardian Camp Naturspaziergänge zu den nahe gelegenen heißen Quellen von Umweltschützern und Biologen angeboten. Andere Teilnehmer kommen alleine angereist oder verschreiben sich keiner bestimmten Ausdrucksform. Jedem steht es frei, produktiv an der Gestaltung dieser Art von Gemeinschaft mitzuwirken. "PARTICIPATE". Die verschiedenen Arten des Zusammenlebens und die daraus resultierenden energetischen Kreationen verweigern sich jeglicher Kategorisierung nach kommerziellen Kriterien wie Beliebtheitsgrad, Verkaufszahlen, Intellekt oder Prestige. Jede denkbare Form von Leidenschaft, Kreativität und Kommunikation kann in dieser Umgebung expressiv zum Ausdruck gebracht werden.

     

Schiff, das mit Livemusik an Bord durch die Wüste schippert.

Kunst@Burning Man

Jedes Jahr wird ein neues Motto für das Festival bestimmt. Der diesjährige Leitgedanke lautete "The Floating World: Our theme is about how we find our way through the world and what we seek and value in it." Das Festivalgelände ist kreisrund und wie ein Kuchenstück in einzelne Segmente unterteilt. Im Kreisinneren befindet sich die Playa, eine riesige Fläche, freigehalten für die Platzierung von Kunstinstallationen. Dort verwirklichen zahlreiche Künstler oder Künstlergruppen ihre Installationen, inspiriert durch die "Floating World"-Themenvorgabe oder angeregt von eigenen Ideen. Jeder nur irgendwie vorstellbare kreative Output ist vorzufinden. Doch auch außerhalb der Playa gibt es Kunst zu entdecken. Die ganze Stadt präsentiert sich als Experimentierfeld.

Viele der auf der Playa oder direkt im Camp entstehenden Kunstwerke werden Monate im Voraus geplant. Extrem engagierte Teilnehmer sind bereits Wochen vor Festivalbeginn in der Wüste, um ihre Projekte rechtzeitig zum Festivalbeginn oder zum Tag des Burning Man fertigzustellen. Für kostenintensivere Umsetzungen kann man sich für einen Kosten- oder Materialzuschuß bei der Burning Man-Stiftung bewerben. Diese Stiftung akquiriert durch Spendenaufrufe Gelder und Materialien für ausgewählte Installationen. Die Themenvielfalt der präsentierten Arbeiten in der gesamten Black Rock City ist groß. Eine Verbindung zum Kontext der zeitgenössischen westlichen Kunstszene ist nicht vorhanden. Auch wenn einzelne Werke inhaltlich fundiert Diskurse aufgreifen, so sind die meisten Projekte doch eher persönlicher Natur, Anknüpfungspunkte an den jeweiligen Kosmos des Schaffenden. Der Entstehungsprozess und in weiten Teilen auch die Aussage der auf dem Burning Man produzierten Kunst präsentiert meines Erachtens einen antiquierten, sich selbst suchenden, naiven Künstlertypus, der sich subjektiv mit seiner Innenwelt und dem, was er von seiner Außenwelt wahrnimmt, auseinander zu setzen versucht. Die meisten Arbeiten funktionieren über ihre Figürlichkeit und affirmative Art der Präsentation. Insbesondere habe ich kritische Arbeiten zur sozialen und politischen Situation in den Vereinigten Staaten vermisst.

Eine erfreuliche Ausnahme stellte für mich eine Bush-kritische Arbeit dar, die von der Adbusters-Gruppe gestalteten "Corporate Flags" mitten auf der Playa. Aus der Entfernung betrachtet hätte ein patriotischer Hintergrund vermutet werden können, da das Motiv auf den Fahnen dem der US-Flagge auffallend ähnlich war, doch bei näherer Betrachtung fiel auf, dass anstelle der weißen Sterne unterschiedliche Logos von Großkonzernen aufgedruckt waren. In der Mitte des Flaggenarrangements befand sich eine George W. Bush-Pappfigur, die zur Zielscheibe der politischen Unzufriedenheit von einigen der Burning Man-Teilnehmern wurde.

     

Musik@Burning Man

Während des Großereignisses wird der Blick nicht nur von den einzelnen Kunstinstallationen, sondern vor allem von zahlreichen, verschiedenartigen Zeltkonstruktionen samt landschaftsarchitektonischer Vorgartengestaltung gefangen. Diese Orte dienen Tag und Nacht als musikalisch untermalte Lebensräume aller und sind das Bindeglied zwischen visuellem Genuss und Kommunikation.

Unter freiem Himmel werden die für das europäisch trainierte Ohr üblichen Drum & Bass-, Techno- und Goa-Beats an einigen Tanzplätzen entlang der Esplanade, der Hauptstraße der BRC, zu Gehör gebracht. Wer eine etwas entspanntere, vom Massengeschmack abweichende Klang- und Bewegungsalternative sucht, muss sich in jedem Fall in die Außenbezirke oder in das Stadtinnere bewegen. Dort ist es möglich, chillige Lounges inklusive beeindruckendem Interiör oder visuell animierten Zeltwänden mit selbst generierten Soundbites zu genießen. Erfahrene "Burner" munkeln, dass in jedem Jahr hier und dort die ganz großen DJs und Musikinterpreten der Szene auftreten, natürlich unter einem Decknamen und alles ohne Ankündigungen.

Kerstin@Burning Man

Ein herausragendes Ereignis beim letztjährigen Festival für mich war meine Teilnahme an einem Theme Camp mit dem Namen Barbershop Roulette: Ein Friseursalon der besonderen Art, den wir, eine Gruppe von circa zehn Leuten aus San Francisco und Alaska, errichteten und betrieben. Alle, die einen Haarschnitt von einem zertifizierten Friseur wünschten, mussten zunächst das Rouletterad drehen, das bei einer Auswahl von 15 möglichen Haarschnitten über den Style entschied: Vom Iro über Dreads bis zum Vokuhila. Der Andrang war groß, so daß täglich ca. 30 Frisuren angefertigt wurden; dementsprechend lang war die Warteliste. Ursprünglich hatte ich geplant, Videointerviews mit Untertiteln über die Deutschen und ihre politische Meinung vor der Bundestagswahl im Wartebereich des Friseursalons zu zeigen. Aufgrund technischer Komplikationen in der Wüste war dieses Projekt nicht realisierbar. Stattdessen begann ich, während der Einweisung der Teilnehmer in die Spielregeln des Barbershop Roulette deren Meinungen über politische Gesinnung sowie Sinn und Zweck der Burning Man-Teilnahme zu sammeln und zu dokumentieren.

Der Tag des Burning Man

Der Höhepunkt des Festivals ist der Tag, an dem der Burning Man, eine ca. 20 m hohe Holzfigur, abgefackelt wird. Die Holzfigur steht auf einem leuchtturmähnlichen Podest während der gesamten Festivalzeit in der Mitte der Playa. Sämtliche Black Rock City-Einwohner kommen zur Feuerstätte, um den Niedergang des Mannes zu erleben und gleichzeitig mitgebrachte Dinge, die in eigens dafür vorgesehenen Feuerbehältern eingesammelt werden, zu verbrennen. Meistens werden die in den letzten Tagen vor Ort entstandenen Kunstwerke oder andere mit dem Festival in Verbindung stehende Utensilien zerstört. Die Mehrzahl der Festivalteilnehmer versammelt sich um die Feuerstätte und verbrennt ihre persönlichen Requisiten, bildet "Drum Circuits", während Feuerschlucker und Feuerschwinger ihre akrobatischen Fähigkeiten zum Besten geben. Für einige Teilnehmer ist diese Aktion ein Ritual, weil sie beabsichtigen, mit der Verbrennung böse Geister zu vertreiben. Ich denke, dass die Prozedur der Verbrennung rein pragmatisch beurteilt werden sollte, da jeder Teilnehmer dazu angehalten ist, alle in die Wüste gebrachten Materialien auch wieder zu entsorgen. "This is a LEAVE NO TRACE, pack it IN, Pack it OUT event." Nach der Verbrennung geht die Party in der ganzen Stadt weiter. Nur der Holzmann in der Mitte des Festivalgeländes fehlt als Orientierungspunkt. Die Menge bewegt sich delirierend und ohne Halt durch ihre Stadt.

... UND:

Verloren-Gehen ist ein heimliches Gesetz des Burning Man. Ohne temporäre Orientierungs- und Planlosigkeit wäre es nicht möglich gewesen, einige der versteckten und extrem gemütlichen Zeltoasen aufzuspüren. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es egal ist, was Du Dir an einem Burning Man-Tag vornimmst, er wird immer anders enden als erwartet, denn es gibt kein vorgeschriebenes Ziel. Die alltägliche Zeitstruktur ist aufgehoben. Viele Menschen wollen dieses Lebensgefühl länger als nur eine Woche pro Jahr haben. Sich freiwillig als Hilfskraft zu engagieren, bei der Müllentsorgung oder der Verhinderung von Bodenerosion zu helfen, ist eine Option, länger als die offiziellen sieben Tage am Ort des Burning Man zu sein. Ebenso ist es möglich, ehrenamtlich bei der Installation der Kunstwerke, bei der Presse oder bei der Gestaltung der Webseite tätig zu werden. Hilfskräfte sind zu jedem Zeitpunkt und in jeder Form erwünscht.

Wer eine Reise zum Burning Man antreten möchte oder mehr Details wünscht, kann sich über die offizielle Homepage informieren: www.burningman.com.

* Wenn nicht ausdrücklich erwähnt, ist mit der Nennung der männlichen Form gleichzeitig auch die weibliche angesprochen.

 

Kommentare


canmen [applejoy@bluewin.ch] am 02.07.05
an mutabor und alle!
zum glück war es so, nur so konntest du mir die augen öffnen!
herzlichen dank canmen!
Mutabor am 11.02.05
Am Ende des Textes steht:
"Wenn nicht ausdrücklich erwähnt, ist mit der Nennung der männlichen Form gleichzeitig auch die weibliche angesprochen."

Wie funktioniert das?
In der Regel ist eher die männliche Form in der weiblichen enthalten, z. B. in Tänzerinnen oder Managerinnen, während man in Tänzer oder Manager nichts weibliches entdecken kann.

Weshalb also nicht umgekehrt, wär´ doch wohl logischer.

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